SERVICE PUBLIC SERVICE NÖTIG

Diese Privatstrasse in Luzern mündet direkt in die öffentliche Strasse oben im Bild. Dazwischen liegt nur ein Trottoir, aber diese Strassen trennen die selben Weltanschauungen, die bei der NoBillag-Initiative aufeinander treffen:

Privatisieren um jeden Preis unten,

Service Public zum solidarischen Wohl aller oben.

Wer bezahlt schon gerne Gebühren, ohne einen 1:1 Gegenwert zu kassieren? Ich finde Billag doof. Nicht wegen der 450 und bald 365 Franken jährlich - obschon ich auch mal jung und dieser Betrag für mich viel Geld war - sondern weil es ein doofes System ist: wer reich ist bezahlt nicht mehr als die, die weniger vermögend sind, und wer neo-liberal ist, kann mit einer einzigen Initiative die ganze Medienlandschaft der Schweiz umkrempeln.

Ich habe auch schon in den USA gelebt. Ich will deren Mediensystem aus privaten Parteisendern und Dauerwerbung nicht.

Ich habe auch schon für die SRG gearbeitet: die leisten professionelle Arbeit. Die Mitarbeitenden dort jedenfalls. Bei den Chefs hat schon der eine oder andere einen kleinen Denkzettel verdient - aber es reicht jetzt. 10'000 Menschen bangen um ihren Job. Und ich bange um meine Schweiz. Ich will jederzeit das Radio einschalten können ohne Werbung zu hören, ich will unabhängigen Journalismus, Nachrichten, Hintergründe, Schweizer Musik, Schweizer Filme. Ich lasse mir das nicht nehmen.Wir haben schon die Swissair verloren, die Rettung der Banken hat uns ein Vielfaches von 365 Franken im Jahr gekostet, bald will man noch die Postautos abschaffen und den Strom- und Wassermarkt privatisieren. Es reicht jetzt.
Wer Änderungen will, muss nicht gleich allen andern etwas wegnehmen. Das polarisiert nur.
Die NoBillag-Initiative ist zu extrem.

Ich stimme NEIN am 4.3.2018.

Jonas Raeber, Trickfilmer, Lehrer

Ich steh dahinter. Und dazu.